Geschichte des Verbandes

Hessischer Städtetag seit 1971 in der Landeshauptstadt
Seit dem 1. April 1971 hat der Hessische Städtetag seinen Sitz in der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Die räumliche Nähe zu Landtag und Landesregierung bedeutete zugleich einen Neustart des Hessischen Städtetages. Mit dem Beginn in Wiesbaden vereinigten sich zwei bis dahin unabhängige Verbände.


Vorläufer „Hessischer Städtebund“

Der eine Vorläufer  "Hessischer Städtebund" war im Jahr 1946 gegründet worden.

Am 17.Mai 1946 versammelten sich Bürgermeister verschiedener kreisangehöriger Städte des damaligen Regierungsbezirks Wiesbaden (Bad Schwalbach, Bad Camberg, Dillenburg, Eltville, Geisenheim, Herborn, Hochheim, Idstein, Königstein, Kronberg, Limburg, Lorch, Oberursel, Rüdesheim, Usingen, Weilburg, Wetzlar) im Idsteiner Rathaus.

Eingeladen hatte Bürgermeister Dahlhoff aus Idstein. Als Zweck der Zusammenkunft war die

Bildung einer Arbeitsgemeinschaft mit dem Ziel genannt worden, einen (Groß-)Hessischen Städtebund als Vertretung der kreisangehörigen Städte in „Großhessen” zu gründen.

 Am 31. Mai 1946 lud Bürgermeister Dr. Buch aus Wetzlar alle kreisangehörigen Städte sowie alle Landgemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern zu einer Tagung, welche die Gründung eines (Groß-)Hessischen Städtebundes vorbereiten sollte.

Die Tagungsteilnehmer verabschiedeten folgende Resolution:

„Die vertretenen kreisangehörigen Städte Großhessens schließen sich zum Großhessischen Städtebund in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins zusammen...”

 Als Vorsitzender des Vorstandes wird Dr. Buch, Wetzlar, gewählt; als sein Stellvertreter Bürgermeister Arnoul, Neu-Isenburg. (Vorstandsmitgliedern im Gründungsjahr 1946)

Der vorläufige Vorstand hatte die Satzung für den Großhessischen Städtebund e. V. auszuarbeiten und einer „demnächst einzuberufenden Versammlung“ zur Beschlussfassung vorzulegen.

Die konstituierende Hauptversammlung fand am 24. September 1946 in Bad Homburg, im Saalbau in der Luisenstraße 95 statt. Zu seinem Vorsitzenden wählte die Versammlung Bürgermeister Buch aus Wetzlar. Der Verband zählte nur kreisangehörige Städte und Gemeinden zu seinen Mitgliedern und arbeitete mit einer kleinen hauptamtlichen Geschäftsstelle in Bad Homburg.


Vorläufer „Hessischer Städtetag”
Der andere Vorläufer hieß auch schon „Hessischer Städtetag”. Dies war der Verband der im Jahr 1971 noch neun kreisfreien Städte in Hessen (in alphabetischer Reihenfolge: Darmstadt, Fulda, Frankfurt, Gießen, Hanau, Kassel, Marburg, Offenbach und Wiesbaden).

Diese neun Städte betreute bis zum Jahr 1971 eine nebenamtlich besetzte kleine Geschäftsstelle im Büro der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main.


Zusammenschluss im Jahr 1971

Am 28. Januar 1971 beschloss die Mitgliederversammlung des Hessischen Städtebundes in Wetzlar, zum 1. April 1971 mit dem Verband der kreisfreien Städte (Hessischer Städtetag) zu fusionieren.

Die Mitgliedersammlung fasste damals wegweisende Beschlüsse:

  • Der Verband änderte seine Satzung, um den neun kreisfreien Städten den Beitritt zu ermöglichen.
  • Den Namen "Hessischer Städtebund" änderte die Mitgliederversammlung in die heute noch gültige Bezeichnung "Hessischer Städtetag".
  • Zugleich beschloss die Mitgliederversammlung, mit Wirkung ab dem 1.4.1971 eine hauptamtlich besetzte Geschäftsstelle in der Frankfurter Straße 10 in Wiesbaden einzurichten.


Der soeben fusionierte Verband wählte am 22. April 1971 sein Präsidium neu und bestimmte als seinen ersten Präsidenten den damaligen Frankfurter Oberbürgermeister Walter Möller. Erster Vizepräsident war Bürgermeister Werner Hessemer aus Bad Hersfeld.

Mehr als 35 Jahre arbeitete die Geschäftsstelle des Verbandes in einem Ende der 1890er Jahre errichteten Gebäude in der Frankfurter Straße 10. Im September 2006 zog der Städtetag wenige Meter weiter in das Anwesen Frankfurter Straße 2, in die zuvor komplett sanierte und baulich ergänzte „Villa Rettberg“. Das Gebäude diente zuletzt als eines der beiden Häuser der Hessischen Staatskanzlei. Es liegt direkt am „Warmen Damm“, einer kleinen, zentral gelegenen Parkanlage zwischen Villa Rettberg und Staatstheater, angrenzend an die bekannte Wiesbadener Wilhelmstraße.

Die Aufgaben des Verbandes haben sich seit 1971 kontinuierlich weiterentwickelt. Der Verband nimmt heute wie zu seinem Start vor allem die Interessen seiner Mitglieder auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens wahr. Gesetzgebungsverfahren des Landtags, Verordnungen, Erlasse und andere Maßnahmen der Landesregierung: Immer obliegt es dem Städtetag, darauf zu achten, dass die Belange seiner Mitgliedstädte berücksichtigt werden. Die Vertretung erfolgt durch das Präsidium des Verbandes. Präsident war bisher immer ein Oberbürgermeister aus einer der großen hessischen Städte, darunter die beiden späteren Ministerpräsidenten Walter Wallmann und Hans Eichel.

Auch Geschäftsführer des Verbandes kamen in ihren weiteren beruflichen Karrieren zu Regierungsämtern: Der erste Geschäftsführer nach der Fusion von 1971, Horst Winterstein, wurde später Innenminister. Zu seinen Nachfolgern zählte Claus Demke, der später das Amt des Staatssekretärs im Finanzministerium übernahm.

Unter dem Dach der Villa Rettberg arbeiten seit 2006 zwei der drei hessischen kommunalen Spitzenverbände. Neben dem Hessischen Städtetag hat auch der Hessische Landkreistag hier sein Domizil gefunden. Seit Mai 2010 hat der Hessische Städtetag die für Hessen zuständige Geschäftsstelle des Verbandes kommunaler Unternehmen bei sich aufgenommen.

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