Erster Vizepräsident des Hessischen Städtetages verabschiedet – Preußische Tugenden als Erfolgsgeheimnis

Erster Vizepräsident des Hessischen Städtetags Oberbürgermeister Gehard Möller - Foto: Pressestelle der Stadt Fulda

Städtetag
20 Aug
Donnerstag, 20. August 2015
Herausragende Persönlichkeit aus der kommunalen Familie geht in den wohlverdienten Ruhestand. Der erfolgreiche Fuldaer Oberbürgermeister Gerhard Möller verlässt nach zwölf Jahren an der Spitze des Hessischen Städtetages die politische Bühne. Als Präsident, Erster Vizepräsident und Mitglied des Präsidiums ist er engagiert für die Interessen der kommunalen Familie eingetreten und hat einen großen Beitrag zum Erhalt der kommunalen Selbstverwaltung in Hessen geleistet. Der Hessische Städtetag sagt herzlichst Danke.

400 Gäste waren in den Fürstensaal des Stadtschlosses gekommen, um Fuldas Oberbürgermeister und – abwechselnd mit dem Oberbürgermeister von Kassel Bertram Hilgen – Präsident und Erster Vizepräsident des Hessischen Städtetages Gerhard Möller in den Ruhestand zu verabschieden. In den Grußworten wurde deutlich: Die preußischen Tugenden des scheidenden OB sind sein Erfolgsgeheimnis.

In der Luft war nicht nur die Wärme zu spüren, sondern auch viel Wehmut. Denn zwölf Jahre Amtszeit haben in der Stadt aber auch bei den Fuldaern und den Menschen aus der Region und Hessen Spuren hinterlassen, was die Abschiedsfeier unterstrich. Alle Redner betonten: Dank der Arbeit von Gerhard Möller steht die Stadt Fulda auf einer soliden Basis.

Bürgermeister Dag Wehner erinnerte am Anfang daran, dass die Entscheidung von Gerhard Möller, 2003 für das Amt des Oberbürgermeisters zu kandidieren, nicht selbstverständlich war. "Es war ein mutiger Schritt, den Sie aber nach eigenem Bekunden nie bereut haben." Stadtverordnetenvorsteherin Margarete Hartmann zog eine Bilanz der zwölfjährigen Amtszeit. "Sie hatten kaum ein Wochenende ohne Termine. Aber mit Ihrer Ausdauer und Disziplin haben Sie viel für die Stadt erreicht", sagte Hartmann.

Aber nicht nur für seine Stadt, sondern für alle hessischen Städte und Gemeinden hat sich Gerhard Möller seit 2003 als Mitglied des Präsidiums und ab 2007 als Präsident und Erster Vizepräsident des kommunalen Spitzenverbandes engagiert. Als Person mit herausragender fachlicher Expertise in nahezu allen kommunalen Belangen und starkem Durchsetzungsvermögen hat er sich stets für die Interessen der kommunalen Familie eingesetzt. Sowohl gegenüber der Hessischen Landesregierung, vielen gesellschaftlichen Gruppierungen in Hessen, aber auch auf der Bundesebene für den Deutschen Städtetag galt seine Anstrengung stets den Zielen, die kommunale Selbstverwaltung zu verteidigen und die wirtschaftliche und organisatorische Handlungsfähigkeit der kommunalen Ebene zu erhalten.

In seinem Grußwort hob Oberbürgermeister Bertram Hilgen hervor: "Gerhard Möller war das Gesicht des Hessischen Städtetages. Er wusste immer, worüber er gesprochen hat. Seine ruhige Art war ausgezeichnet, nicht nur wenn er um Geld verhandelt hat."

Präsident des Hessischen Städtetags Oberbürgermeister Bertram Hilgen
Foto: Pressestelle der Stadt Fulda

Geradlinigkeit, Bodenständigkeit, Sparsamkeit, Bescheidenheit: Diese Eigenschaften – "preußische Tugenden", wie Landrat Bernd Woide sagte – kehrten immer wieder in den Abschiedsreden der Gäste. Darunter waren Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez, Bernd Böttner, Probst des Sprengels Hanau, der Präsident der Fulda IHK Bernhard Juchheim und CDU-Fraktionsvorsitzender Gerhard Stollberg. Die Verbundenheit mit den Partnerstädten unterstrich die Dokkumer Bürgermeisterin Marga Waanders.

Eine besondere Überraschung überbrachte die Hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann. Im Namen der Landesregierung verlieh sie an Gerhard Möller das Verdienstkreuz des Landes Hessen. Möller zeigte sich vollkommen überrascht. "Heute gilt es, einen begeisterten Kommunalpolitiker zu verabschieden. Mit dem Blick von außen kann ich auch sagen, dass die letzten zwölf Jahre eine erfolgreiche Zeit für die Stadt Fulda waren."

"Die vielen angenehmen Worte machen mich verlegen", sagte der noch amtierende OB in seiner Dankesrede. Er dankte insbesondere seiner Familie "für das, was sie getragen und vertragen hat." An seine engsten Mitarbeiter richtete er persönliche Worte. Außerdem bat er um Verzeihung "all jenen, denen ich nicht gerecht geworden bin. Ich hatte sehr viel Glück in meinem Leben, sowohl privat und familiär als auch beruflich. Ich durfte meinen Traumberuf ausüben. Ich bin hochzufrieden."

Als letzte Amtshandlung übergab er dem neuen Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld die Amtskette sowie die Schlüssel für Schloss und Dienstauto inklusive eines grünen Schlüsselanhängers mit dem Wort 'Heimat'. "Das Stadtschloss ist jetzt die Heimat von Dr. Wingenfeld."

Der neue Oberbürgermeister wird im September 2015 Mitglied des Präsidiums des Hessischen Städtetages.


Urheber des Textes: Pressestelle der Stadt Fulda und GFD Stephan Gieseler

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