Städte für Umsetzung der Ganztagsbetreuung im Schulgesetz

Bürgermeister Weiß-Thiel aus Hanau, Bild: Hanau

Bildung, Kinder und Jugend
03 Nov
Mittwoch, 3. November 2021
Die Städte haben sich dafür ausgesprochen, die Regelungen zum Ganztag von schulpflichtigen Kindern ab sechs Jahren einheitlich im Hessischen Schulgesetz zu verankern.

“Dass auch Jugendhilfe an der Schule wirken kann, ist damit nicht ausgeschlossen. Die Schnittstellen aber lassen sich so besser regeln und auf ein abgestimmtes Arbeiten hinwirken“, sagt der Hanauer Bürgermeister Axel Weiss-Thiel, nach der Kommunalwahl neu gewählter Vorsitzende des Ausschusses für Soziales und Integration des Hessischen Städtetages nach der konstituierenden Sitzung.

Der Bundesgesetzgeber hat im Ganztagsförderungsgesetz in der letzten Sitzung der 19. Legislaturperiode einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Achten Buch Sozialgesetzbuch verankert, der in den Ländern umgesetzt werden muss. Dafür kommen sowohl das Hessische Schulgesetz als auch das Hessische Kinder- und Jugendhilfegesetzbuch als Ausführungsgesetze in Betracht.

Weiss-Thiel: “Der Ausbau der Ganztagsbetreuung für Schulkinder fördert nicht nur die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sondern stärkt auch die Bildungschancen von Kindern, insbesondere, wenn sie in wirtschaftlich oder sozial schwächeren Elternhäusern leben. Deshalb macht die unmittelbare Verzahnung mit den Grundschulen Sinn. Die kommunalen Schul- und Jugendhilfeträger sehen die gesellschaftliche Notwendigkeit, diesen Ausbau nach ihren Kräften zu unterstützen. Sie haben sich ohnehin im Rahmen des Paktes für den Nachmittag darauf eingestellt, diesen Ausbau vorrangig an den Grundschulen voranzutreiben.“

Die Umsetzung des Ganztagsanspruchs vor Ort wird alle Beteiligten aber vor große Herausforderungen stellen. Hier mahnt Weiss-Thiel eine gemeinschaftliche strategische Steuerung des Ausbaus durch das Land Hessen einerseits und die kommunalen Schul- und Jugendhilfeträger andererseits auf Augenhöhe an.

Schon die Rechtsansprüche für Kinder unter sechs Jahren lassen sich aufgrund fehlender Fachkräfte nicht so leicht umfassend umsetzen. Weiss-Thiel mahnte Bund und Land, den Fachkräftebedarf ernst zu nehmen. Er wies auf die Vorschläge des Hessischen Städtetages zur Reform der pädagogischen Ausbildungszweige und der Optimierung der Berufsorientierung hin.

Hinzu komme die Umsetzung der notwendigen baulichen Investitionen durch die Träger vor Ort, die allein schon innerhalb der nächsten Jahre eine Mammutaufgabe sei.

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