In Hessen mehr als 2.500 Pflegeplätze unbesetzt
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Das Land Hessen hat den so genannten „Hessischen Pflegemonitor“ entwickelt. Im Hinblick auf die demographische Entwicklung wird der Arbeitsmarkt für Pflegekräfte in den kommenden Jahrzehnten eine immer größere Bedeutung gewinnen. Der Pflegemonitor ist ein System, das den Arbeitsmarkt für Pflegekräfte kontinuierlich beobachtet. Die Ergebnisse werden auf der Internetseite www.hessischer-pflegemonitor.de veröffentlicht.
Aktueller Fachkräftemangel wird mittelfristig noch stark zunehmen
Aktuell besteht in Hessen ein Mangel an Fachkräften in der Alten- und Krankenpflege. Im Jahre 2008 waren mehr als 2.500 Pflegeplätze unbesetzt. Insgesamt sind dies 564 Arbeitsplätze als Altenpfleger/in und 2.167 als Gesundheits- und Krankenpfleger/in in den hessischen ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen sowie in den Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken.
Vorausschätzungen des Hessischen Pflegemonitors zeigen: Bis zum Jahr 2020 werden im Versorgungsbereich der ambulanten Dienste und stationären Einrichtungen der Altenpflege 2.878 Altenpflegerinnen und Altenpfleger und 2.241 Gesundheits- und Krankenpflegekräfte zusätzlich benötigt. Dies ist ein Zuwachs von einem Drittel des derzeitigen Beschäftigtenbestands des ambulanten und stationären Altenpflegesektors.
Das Land Hessen wird in Zusammenarbeit mit den hessischen Landkreisen und kreisfreien Städten Regionaltagungen durchführen, um passgenaue Maßnahmen und Interventionsmöglichkeiten zu entwickeln und umzusetzen.
Außerdem plant die Landesregierung, ihre arbeitsmarktpolitischen Programme stärker auf die Bedarfe in den Altenpflegeberufen auszurichten. Ein erster Ansatz wird sein, Modellprojekte zu fördern, um auch sozial benachteiligten Jugendlichen Chancen auf dem Pflegekräftearbeitsmarkt zu eröffnen. Ziel müsse es sein, Bevölkerungsgruppen, die bisher bei ihrer Berufswahl die Pflege nicht in den Blick genommen haben, für den Beruf zu motivieren und durch vielfältige sozialpädagogische Unterstützungsleistungen erfolgreich zum Abschluss einer Ausbildung zu führen. Auch Berufsrückkehrer und Migranten sollen bei den arbeitsmarktpolitischen Ansätzen stärker als bisher berücksichtigt werden.
Im Jahr 2009 wurden vom Land 13.900.000 Euro bereitgestellt, um die Erstattung der Kosten für die Ausbildung an staatlich anerkannten Altenpflegeschulen zu gewährleisten. Anfang Oktober 2009 befanden sich 3.626 Altenpflegeschüler und -schülerinnen in der Ausbildung. 762 Schüler haben im vergangenen Jahr ihre Ausbildung in der Altenpflege beendet.
Regionale Ausrichtung des Hessischen Pflegemonitors
Eine Besonderheit des Hessischen Pflegemonitors besteht in seiner starken regionalen Ausrichtung. Neben einer Analyse der Situation für Gesamthessen richtet sich der Blick vor allem auf die aktuellen und zukünftigen Pflegekräftebedarfe in den einzelnen hessischen Landkreisen und kreisfreien Städten. Dieser regionale Fokus ist wichtig, da die unterschiedlichen hessischen Regionen vielfach spezifische demografische, wirtschaftliche und infrastrukturelle Bedingungen aufweisen, die zu unterschiedlichen Bedarfen führen. Nur bei einer Berücksichtigung dieser regionalen Besonderheiten können zielführende Lösungsansätze zur Milderung des Fachkräftemangels entwickelt und umgesetzt werden.
Der Hessische Pflegemonitor wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für aft, Arbeit und Kultur der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und dem Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe erhoben und alle zwei Jahre fortgeschrieben. Die Ergebnisse der Datenerhebung 2008 sind jetzt für alle Interessierten online unter <link http: www.hessischer-pflegemonitor.de external-link-new-window external link in new>www.hessischer-pflegemonitor.de verfügbar.
Termine
20.08.26 | 13:00
AK Umwelt und Mobilität
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25.08.26 | 10:00
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26.08.26 | 09:30
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27.08.26 | 10:00
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02.09.26 | 10:00
AG Stadtverordnetenvorsteher/-innen
Langen
03.09.26 | 10:00
Ausschusses für Finanzen und Wirtschaft
Videokonferenz
04.09.26 | 11:00
Hessische Jugendhilfekommission SGB VIII
Wiesbaden, HdKS, Foyer
07.09.26 | 11:00
UAG Spielapparatesteuer
Videokonferenz
08.09.26 | 10:00
AK Beteiligungssteuerung
Neu-Isenburg