Krankenhäuser nicht gleichzeitig umbauen und austrocknen
Sechs relevante Akteure des hessischen Gesundheitswesens, darunter der Hessische Städtetag, haben heute gemeinsam vor den Folgen des Gesetzesentwurfs der Bundesregierung zur "Reform" der Krankenhäuser gewarnt. Sie appellieren an die Bundesregierung für eine Kurskorrektur.
„Die Krankenhäuser brauchen endlich mehr Zeit für Patientenversorgung und weniger Zeit für Bürokratie“, sagt André Schellenberg, Darmstadts Stadtkämmerer und Gesundheitsdezernent und Vorsitzender des Sonderausschuss Gesundheit des Hessischen Städtetages. „Wenn medizinische Dienste und Krankenhäuser immer größere personelle Ressourcen für zusätzliche Rechnungsprüfungen, Dokumentationspflichten und Auseinandersetzungen über Abrechnungen einsetzen müssen, dann fehlen diese Fachkräfte an anderer Stelle unmittelbar in der Versorgung der Menschen.“
Die Zahl der Fallprüfungen könnte geschätzt zu mehr als zwei Millionen zusätzlicher Fälle führen, mit hochaufwändigen Detailprüfungen der Patientenunterlagen. Dafür fielen sowohl beim MD als auch in den Krankenhäusern jeweils 900 Mio. EUR an zusätzlichem Personalaufwand an, was den erwarteten Retaxierungsbetrag von 1 Mrd. EUR bei weitem überschreitet.
„Die Krankenhäuser sollen gleichzeitig die Krankenhausreform umsetzen, enorme Transformationsleistungen stemmen und zusätzlich finanzielle Belastungen tragen. Das ist in dieser Form schlicht nicht mehr leistbar“, erklärt Schellenberg weiter. „Man kann Krankenhäuser nicht gleichzeitig umbauen und wirtschaftlich austrocknen. Genau das droht aber mit dem jetzigen Gesetzentwurf.“
Termine
10.08.26 | 08:15
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20.08.26 | 13:00
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02.09.26 | 10:00
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Ausschusses für Finanzen und Wirtschaft
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04.09.26 | 11:00
Hessische Jugendhilfekommission SGB VIII
Wiesbaden, HdKS, Foyer
07.09.26 | 11:00
UAG Spielapparatesteuer
Videokonferenz