Städte müssen bei der Neukonzeption der Nachwuchsförderung im Leistungssport eingebunden werden
Referentin Pflug und Bürgermeister Reißer, Bild: HStT
„Die Städte in Hessen wollen in die Neukonzeption der Nachwuchsförderung im Leistungssport rechtzeitig eingebunden werden“, sagt der Vorsitzende des Sportausschusses des Hessischen Städtetages, Bürgermeister Rafael Reißer, Darmstadt, nach der 41. Sitzung des Gremiums in Fulda.
"Am Beispiel der Neukonzeption des Leistungs- und Spitzensports auf Bundesebene zeigt sich, dass eine rechtzeitige Einbindung der Kommunalen Spitzenverbände sinnvoll gewesen wäre. Ein Nachwuchsförderkonzept ohne die Städte ist für uns undenkbar."
Die aktuelle Situation des Nachwuchsleistungssports in Deutschland ist durch gesellschaftliche Veränderungen gekennzeichnet. Die demographische Entwicklung wirkt sich auch auf die Anzahl sporttreibender Kinder und Jugendlicher in den Sportvereinen aus. Die hochleistungssportliche Ausrichtung vieler Sportvereine ist vielerorts zurückgegangen. Auch große Wettkampfveranstaltungen wie Olympische Spiele und Weltmeisterschaften haben gezeigt, dass Deutschland in einigen Sportarten Spitzenergebnisse erbringen kann. Allerdings fehlt es in anderen an einer ausreichenden Anzahl von Talenten, die sich bis zur Weltspitze entwickeln können. Das Land Hessen plant auch deshalb die Erarbeitung eines Konzeptes zur Nachwuchsförderung. Im Bereich des Nachwuchsleistungssports bestehen zwar Förderungen von Seiten des Landes, wobei die D-Kader Schwerpunkt der Landesförderung sind.
"Die Förderung ist aber noch nicht ausreichend. Wir brauchen hier koordiniertes abgestimmtes Handeln und Fördern aller beteiligten Akteure", sagt Reißer. "Es ist richtig, dass es grundsätzlich immer Ziel sein muss, den perspektivreichsten Athleten konzentriert an den mit dem Spitzensportverband im Strukturplan abgestimmten Standorten beste Trainings- und Umfeldbedingungen zu schaffen. Um aber eine optimale Koordinierung zwischen Breiten- und Spitzensport einerseits und Bereithaltung und Unterhaltung von Sportstätten und deren Betrieb andererseits zu erreichen, sollten schon in der Erarbeitungsphase eines Förderkonzepts für den Nachwuchs im Leistungssport gerade die Städte von Anfang an beteiligt werden."
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