Bestandsaufnahme Smart City

Bild: nirutft, AdobeStock

Umwelt, Bau und Planung
05 Mär
Donnerstag, 5. März 2020
Das Hessische Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung lädt die hessischen Kommunen zur Beteiligung an einer Bestandsaufnahme zum Thema Smart City ein. Eine Teilnahme an der Online-Umfrage, mit der der aktuelle Stand der Smart City-Aktivitäten erhoben werden soll, ist bis 31.3.2020 möglich.

Die Digitalisierung gewinnt in Hessen an Bedeutung. Aktuell arbeiten alle Verwaltungsebenen gemeinsam an der Umsetzung des Online-Zugangsgesetzes (OZG). Viele Kommunen denken aber bereits weit über die Verwaltungsdigitalisierung hinaus und treiben die Digitalisierung auch außerhalb der Rathausmauern voran. Hierbei haben es sich einige Kommunen zum Ziel gesetzt, sich zu „Smart City“ zu entwickeln.

Dabei bedeutet „Smart City“ nicht nur den Wandel hin zu einer vernetzten Kommune, die sich durch das digitalisierte Zusammenspiel von wirtschaftlichen, technologischen und gesellschaftlichen Konzepten auszeichnet. Vielmehr geht es darum, durch innovative Zukunftskonzepte und mithilfe von neuen Technologien zahlreichen Problemen zu begegnen, die aus dem demografischen Wandel, dem Bevölkerungswachstum, der Umweltverschmutzung, dem Klimawandel und der Verknappung von Ressourcen entstehen. Insofern betrifft der Smart City-Ansatz alle Lebensbereiche. Ziel der „Smart City“ ist somit ein effizienter, nachhaltiger und fortschrittlicher Alltag für Bürgerinnen und Bürger sowie auch für die Kommune selbst, um das Wohnen, Arbeiten und Leben in der Stadt attraktiver zu machen.

Zunächst muss jede Kommune die für sie passenden und praxisrelevanten Handlungsfelder einer „Smart City“ identifizieren. Zu den wichtigsten Bereichen und zentralen Themen gehören Mobilität und Infrastruktur, Energieeffizienz, Umwelt- und Ressourcenschonung, wirtschaftliche Attraktivität, bürgerfreundliche Verwaltung sowie die Lebensqualität der Einwohnerinnen und Einwohner. Hierbei müssen die Kommunen nicht immer die zentral verantwortlichen Akteure sein, sondern können auch als Moderator oder Impulsgeber in Erscheinung treten. Jedoch bieten die kommunalen Handlungsfelder zahlreiche Ansätze für smarte Lösungen: intelligente Verkehrssteuerung und Parkraumbewirtschaftung, effiziente Straßenbeleuchtung, sensorbasierte Abfallentsorgung, digitale Formen der Bürgerbeteiligung und viele mehr.

Viele Städte und Gemeinden haben bereits unterschiedliche Projekte aus den verschiedensten Bereichen der „Smart City“ erfolgreich umgesetzt, andere befinden sich noch am Beginn der Planung oder Implementierung. Um diese Vielfalt bestehender Konzepte sichtbar zu machen, hat die Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Infrastruktur Prof. Dr. Kristina Sinemus die kommunalen Spitzenverbände im Rahmen eines Treffens in der Staatskanzlei am 4.2.2020 um ihre Unterstützung gebeten und eine Bestandsaufnahme zum Thema Smart City / Smart Region initiiert. Diese soll den Grundstein zur weiteren Stärkung der hessischen Kommunen auf dem Weg der Digitalisierung bilden.

Ziel der Bestandsaufnahme ist es, Beispiele für smarte Lösungen zu sammeln und zu dokumentieren, um sie den Kommunen als gemeinsame Sammlung gelungener Projekte zur Verfügung zu stellen. Durch den Wissens- und Lösungstransfer können ungenutzte Digitalisierungspotenziale aufgezeigt und wegweisende Digitalisierungsprojekte angestoßen und umgesetzt werden. Die Bestandsaufnahme dient also dazu, den aktuellen Stand der Smart City-Aktivitäten in Hessen zu erheben und mehr über die Einschätzung zum Thema Smart City insgesamt zu erfahren. Der Aspekt der Verwaltungsdigitalisierung (E-Government) soll zunächst ausgeblendet werden. Im Fokus stehen die Aktivitäten außerhalb der eigenen Verwaltung.

Dabei sollen insbesondere folgende Fragestellungen betrachtet werden:

  • An welchen digitalen Lösungen im Bereich Smart City / Smart Region arbeiten Sie zurzeit?
  • Was haben Sie bereits umgesetzt?
  • Welche Treiber oder auch Hemmnisse sehen Sie dabei?

Die Teilnahme an der Online-Umfrage ist bis zum 31.03.2020 unter www.digitale-regionen.de/umfrage2020 möglich. Fragen zur Bestandsaufnahme werden durch das Hessische Ministerium für die Digitale Strategie und Entwicklung in Person von Herrn Denis Liebetanz (denis.liebetanz@digitales.hessen.de, 0611 32 114279) entgegengenommen.

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