Hessischer Städtetag unterzeichnet Bündnis für Ausbildung

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03 Mär
Dienstag, 3. März 2015
Der Geschäftsführende Direktor des Hessischen Städtetages, Stephan Gieseler, hat heute das Bündnis für Ausbildung unterzeichnet.

Eine Ausbildung ermöglicht jungen Menschen vielfältige Bildungschancen und Zukunftsperspektiven und legt zugleich das Fundament für die Fachkräftesicherung. Ein Berufsabschluss ist eine zentrale Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben, für soziale Teilhabe durch Integration in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft. Vor dem Hintergrund der demographischen Veränderung und aufgrund der gesellschafts-politischen Verantwortung, niemanden zurückzulassen, ist es ein erklärtes Ziel aller an dem  Bündnis Ausbildung Hessen beteiligten Partner, dass alle jungen Menschen entsprechend ihren Neigungen, Fähigkeiten und Talenten ihren Weg in den Beruf finden sollen. Dazu sind alle vorhandenen Potenziale auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt zu heben und zu nutzen und gleichzeitig die Entwicklungschancen für leistungsstärkere junge Menschen mit dualer Ausbildung zu verbessern. 

Für die Gesamtheit aller jungen Menschen soll die berufliche Bildung attraktiver werden. Jugendliche sollen generell stärker zu einer beruflichen Ausbildung motiviert werden. Die Bündnispartner sind sich einig, dass die Übergänge in den Beruf in Hessen weiter verbessert werden müssen.

Die Berufsorientierung ermöglicht den Jugendlichen in den kreisfreien Städten und Landkreisen eine zielgerichtete Weichenstellung für ihren weiteren Lebensweg. Genau hier setzt die Jugendberufshilfe gemeinsam mit ihren Partnern bereits in der Schule an, indem sie den Jugendlichen mögliche Berufsperspektiven anhand ihrer Vorlieben, Fähigkeiten und Möglichkeiten aufzeigt. Darüber hinaus wird dieses Angebot auch durch die Schulsozialarbeit der kreisfreien Städte und Landkreise und die Arbeit der Kommunalen Jobcenter für die jungen Menschen im Langzeitarbeitslosengeldbezug ergänzt. Beide Ansprechpartner ermöglichen es, auch schwer erreichbare Jugendliche noch zu erreichen, um mit ihnen eine geeignete individuelle Zukunftsperspektive zu finden.

Die Vertragspartner betrachten als zentrale Handlungsfelder erstens die Verbesserung der Abstimmung von Berufswunsch und regional vorhandenen Ausbildungsangeboten durch die regionale Vermittlungsarbeit. Zweitens ist die Berufsorientierung weiter auszubauen. Drittens bedarf es einer neuen Struktur der Angebote des Übergangsbereichs.

GFD Stephan Gieseler hebt die koordinierende Rolle der Städte in regionalen Arbeitsmarktgesprächen hervor: „Die Vernetzung vor Ort ist wichtig, um Schnittstellen zu überwinden, abgestimmte Beratungsangebote vorzuhalten, neue Qualifizierungsinstrumente zu entwickeln, Transferleistungen zu vermeiden und die Zusammenarbeit unterschiedlicher Professionen zielgerichtet fortzuentwickeln.“

Vereinbarungspartner sind das Land Hessen, die Kommunalen Spitzenverbände, die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit, die Vereinigung hessischer Unternehmerverbände, die hessischen Handwerks- sowie die Industrie- und Handelskammern, der Verband Freier Berufe Hessen und der Deutsche Gewerkschaftsbund Hessen-Thüringen.

Die Bündnispartner verpflichten sich zu zahlreichen konkreten Maßnahmen. Sie erstrecken sich unter anderem auf die Stärkung des Stellenangebots und der Ausbildungsqualität, auf Unterstützungsangebote während der Ausbildungszeit, auf Berufs- und Studienorientierung in der Schule sowie auf die Nachqualifizierung während des Berufslebens.

Das Bündnis Ausbildung Hessen hat eine Laufzeit bis 2019. Sofern es die Umstände erfordern, werden die Vereinbarungen des Bündnisses an die neuen Rahmenbedingungen angepasst. Die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen steht dabei grundsätzlich unter Haushaltsvorbehalt.

Die Bündnispartner beraten einmal jährlich den Stand der Umsetzung des Bündnisses auf Leitungsebene.

 

 

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